AEP Hohe Heide
Die Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung (AEP) beschäftigt sich mit dem ländlichen Raum. Vor allem die dörflich geprägten Orte sind vom fortschreitenden Strukturwandel in der Landwirtschaft geprägt. Ziel dieses informellen Planungsinstrumentes ist es, die Wirtschafts-, Wohn- und Erholungsfunktionen des ländlichen Raumes "Hohe Heide"sowie die Identifikation mit der Region und ihren zugehörigen Ortschaften nachhaltig zu sichern, zu stärken und zu verbessern. Gleichzeitig soll die AEP dazu beitragen, die ökologische Leistungsfähigkeit des Raumes zu erhalten und zu verbessern.
Die AEP soll folgende Planungsaufgaben erfüllen:
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Aufzeigen von Konfliktbereichen, Entwicklungsmöglichkeiten und Entscheidungsbedarf in der Agrarstruktur und dem ländlichen Raum der Hohen Heide
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Vorschläge machen für Handlungskonzepte und umsetzbare Maßnahmen zur Bildung sachlicher und räumlicher Schwerpunkte
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Entwicklung gebietsspezifischer Leitbilder oder Landnutzungskonzeptionen für den Planungsraum der Hohen Heide
AEP und LEADER+
AEP und LEADER+ sind eng miteinander verknüpft. Im Jahr 2000 hat die Planungsgemeinschaft KONTEXT! aus Celle den Auftrag erhalten, eine Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung für die Hohe Heide zu erarbeiten. Aus dieser Arbeit ist die LEADER+-Bewerbung am 31.08.2001 hervorgegangen. Im Januar 2002 wurde die Hohe Heide schließlich als LEADER+-Region anerkannt. Die bis dahin in die AEP eingebundenen Arbeitskreise wurden nun weitgehend in den LEADER+-Prozess eingebunden.
Gebietskulisse
Die AEP-Region Hohe Heide bildet die räumliche Grundlage für die Erarbeitung von Leitbildern, Entwicklungsstrategien und konkreten Planungen. Das Plangebiet steht in einem gemeinsamen naturräumlichen und kulturellen Zusammenhang und liegt zwischen den Großstadträumen von Hamburg, Bremen und Hannover. Das etwa 58.800 ha große Gebiet ist durch seine land- und forstwirtschaftliche Nutzung gekennzeichnet, die auch langfristig erhalten werden soll. Parallel dazu birgt das Gebiet ein hohes Potential für eine touristische Nutzung, die im Zusammenhang mit der Land- und Forstwirtschaft ausbaufähig ist. Beide Bereiche stehen im Spannungsfeld des Umwelt- und Naturschutzes, dem in der Region Hohe Heide eine besondere Bedeutung zukommt. Zusammen benennen Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz sowie Freizeit und Tourismus in ihrer Gesamtschau die Anforderungen und die Ausgangsbasis für eine integrierte gesamträumliche Entwicklung. Zur Gebietskulisse gehören die unten aufgeführten Stadt-Bereiche und Gemeinden. Zum Teil liegen nur einzelne Ortschaften und Ortsteile im AEP-Gebiet:
- Gemeinde Bomlitz mit den Ortschaften Ahrsen, Bommelsen, Cordingen, Jarlingen, Kroge
- Stadt Bad Fallingbostel mit den Ortschaften Dorfmark, Jettebruch, Mengenbostel, Riepe, Vierde;
- Gemeinde Kirchlinteln mit den Ortschaften Bendingbostel, Brunsbrock, Heins, Kirchlinteln, Kreepen, Kükenmoor, Schafwinkel, Sehlingen;
- Gemeinde Neuenkirchen mit den Ortschaften Behningen, Brochdorf, Delmsen, Gilmerdingen, Grauen, Ilhorn, Schwalingen, Sprengel, Tewel;
- Stadt Schneverdingen mit den Ortschaften Großenwede, Insel, Langeloh, Lünzen, Schülern, Zahrensen;
- Stadt Soltau mit den Ortschaften Ahlften, Leitzingen, Meinern, Mittelstendorf, Wiedingen, Woltem, Wolterdingen;
- Stadt Visselhövede mit ihren Ortschaften Bleckwedel, Buchholz, Dreeßel, Drögenbostel, Hiddingen, Jeddingen, Kettenburg, Ldingen, Nindorf, Ottingen, Rosebruch, Schwitschen, Wehnsen, Wittorf.
Handlungsfelder
Im Rahmen der Agrarstrukturellen Entwicklungs-Planung (AEP) "Hohe Heide" wurden folgende Handlungsfelder bearbeitet:
- Land- und Forstwirtschaft
- Wirtschaft (Produktion, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen)
- Umwelt- und Naturschutz
- Bevölkerung, Kultur, Soziales
- Siedlung
- Tourismus und Freizeit
- Infrastruktur und soziale Versorgung
Zu jedem Feld wurden die vorhandenen Strukturen und Gegebenheiten erfasst und bewertet. Darauf aufbauend wurde ein Leitbild entwickelt und eine Entwicklungsstrategie erarbeitet.
Sie empfiehlt Leitprojekte und Maßnahmen, um diese Planung umzusetzen.
Stand
Der Entwurf der Agrarstrukturellen Entwicklungs-Planung (AEP) wurde Anfang November 2003 den Trägern öffentlicher Belange (TÖB) und anderen Planungsträgern zur kritischen Stellungnahme zugesandt. Am 04. Dezember 2003 fand hierzu ein Erörterungstermin der Bezirksregierung Lüneburg statt, auf dem die TÖB mit den Planern Fragen klären sowie Bedenken und Anregungen vorbringen konnten. Die Endfassung der Agrarstrukturellen Entwicklungs-Planung (AEP) "Hohe Heide" wurde den Kommunen im Frühjahr 2004 im Rahmen einer Feierstunde überreicht.
Fachliche Unterstützung
Dipl. Ing. agr. Herbert Eggers (Agrar & Umwelt, Walsrode)
Dipl. Geogr. Michael Karwasz (BLaU Umweltstudien, Göttingen)
Dipl. Sozialökonomin Christiane Philipps-Bauland (TourConsult, Reppenstedt)